Eine Liebesgeschichte (Carola Bendl-Tschiedel via Facebook)
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Viel hat sich in den letzten Jahren bei den Laufschuhen getan. Neue Modelle sind herausgekommen, es war einiges nach meinem Geschmack dabei, wodurch ich das Portfoilio meiner Laufschuhe erweitern konnte. Eine Konstante gibt es aber, und ich finde, es ist daher an der Zeit, einen Klassiker vor den Vorhang zu holen.
Vor genau 10 Jahren war es, als ich meinen ersten ASICS GEL-DS Trainer kaufte. Damals lief ich zweieinhalb Jahre und die ersten Ambitionen auf schnellere Zeiten waren gekommen. Also begann ich auch, mich etwas mehr für Laufschuhe zu interessieren und streifte immer wieder durch die Sportgeschäfte. Im Gespräch mit einem Berater kam dieser nach meinem Input “Ich laufe den so und so und so, diese und jene Zeiten, trainiere das und das …” mit der Anregung: “Du musst den ASICS GEL-DS Trainer probieren! Der wird dir sicher taugen! Ich hab ihn zwar leider gerade nicht in der Größe, aber wenn du mal die Gelegenheit hast …”
Die Gelegenheit kam sehr bald, denn ich startete beim ING New York City Marathon. Im Shoppingparadies New York, mit Marathon-Sonderangeboten wohin das Auge reichte und wirklich attraktivem USD-Kurs gab es kein Halten.
In einem mehr als überfüllten Laden, in dem sich shoppingwütige Europäer gegenseitig auf die Zehen stiegen – und außerdem mit Gratis-Pizza versorgt wurden, damit sie beim Shoppingwahnsinn bei Kräften blieben und keine kostbare Zeit für Carboloading (ja, neben dem Einkaufen gab es ja tatsächlich auch noch den Marathon) verlieren würden , war ich erfolgreich und fand die GEL-DS Trainer in meiner Größe. Damals in der 11. Auflage, in knalligem Orange. Der Trubel war nicht gerade die beste Voraussetzung für einen gelungnen Einkauf aber ich wusste gleich: Das war er! Ich war schon in Versuchung, das absolute No-Go zu begehen: Mit nagelneuen Schuhen den Marathon zu laufen, so gut fühlte er sich an. Das unterließ ich dann doch, aber es wurde eine Langzeitfreundschaft daraus. Es folgten ein 9er aus einem Restbestand, der 14er in weiß-grün, 15er in weiß-rosa, 16er in türkis, 17er in lila-orange, 20er in gelb und, ganz aktuell, der 21er in “black / flash coral / silver”.
Es gab immer wieder kleiner Unterschiede, einige waren für meine Begriffe nicht ganz perfekt gelungen, aber seit dem 20er, der für mich der perfekte Schuh für meinen ersten 100 km Wettkampf war, sind die GEL-DS Trainer wieder top.
Zum aktuellen Modell:
Mit 221 Gramm (Größe US womens 8 / EUR 39.5, d.h. 7 Gramm leichter als das Vorgängermodell) ist der Schuh ganz klar wieder ein echter Lightweight-Trainer. Dem entspricht nicht nur das Gewicht, sondern die gesamte Anmutung. Der Schuh ist flexibel und agil genug, um den Fuß nicht einzuschränken. Die Verarbeitung ist, da weitgehend nahtfrei, äußerst bequem. Die Passform ist, wie auch zuletzt bei der 20. Auflage, recht schmal. Für mich gerade richtig, andere werden möglicherweise gerade das als störend empfinden. Die Verarbeitung ist insgesamt hochwertig, was sich nach meiner Erwartung auch in der haltbarkeit niederschlagen wird. Schon die Vorgänger erreichten bei mir alle ein “Lebensalter” von über 1300 Kilometern. Die Dämpfung des Schuhs ist spürbar vorhanden, aber nicht im Übermaß. genau richtig für schnelleres Training, aber auch längere Distanzen, wenn man keinen gesteigerten Wert auf besonders viel Dämpfung legt. Genau aus diesem Grund bietet sich der GEL-DS Trainer auch für lange Wettkampfstrecken, sprich Ultras, auf der Straße an. Für meinen nächsten 100er wäre er vermutlich wieder Schuh der Wahl. Auch Marathon ist ein mögliches Einsatzgebiet bei Läufern, die einen Marathon nicht mit einem “echten” Wettkampfschuh laufen möchten.
Zuletzt zum Thema Pronationsstütze: Der GEL-DS Trainer 21 hat eine Pronationsstütze. Für mich, die zwischen reinen Neutral- und leicht gestützten Modellen wechselt, passt diese gut. Ich habe diese kleine Stütze nie als störend empfunden. Pronationsstützenverweigerer werden im GDL-DS Trainer NC das komplett neutrale Pendant finden, ich selbst bin froh, leicht gestützte, aber eben auch leichte und agile Schuhe im Sortiment zu haben.
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